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Positronen-Emissions-Tomographie
(PET)
Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein neueres, nuklearmedizinisches
Untersuchungsverfahren, das durch modernste Computertechnik gestützt
wird. Mit dem Verfahren lässt sich nicht nur die Größe eines
Tumors darstellen, sondern auch seine Aktivität. Stoffwechsel- und
Wachstumsvorgänge können ebenso sichtbar gemacht werden wie der
Nachweis, ob ein Tumor auf eine Chemotherapie anspricht.
So funktioniert's: Bei der PET werden radioaktive Substanzen verwendet,
die unter bestimmten Umständen zerfallen. Dabei geben sie Energie in
Form von Strahlung ab, die von einer Kamera registriert und von einem Hochleistungsrechner
in Querschnittsbilder umgesetzt werden kann.
Von diesen hoch komplizierten Vorgängen bemerkt der Patient so gut
wie nichts. Er liegt ähnlich wie bei der Computertomographie auf einer
Liege in der runden Öffnung in der Mitte eines PET-Scanners. Ihm wird
radioaktiv markierter Traubenzucker in die Blutbahn gespritzt, der sich innerhalb
von einer knappen Stunde im Körper verteilt. Da Krebsgeschwüre besonders
schnell wachen, haben sie auch einen höheren Glukoseverbrauch als gesundes
Gewebe. Mit der PET lässt sich genau feststellen, wie viel und wie schnell
die Glukose von den Tumorzellen "verbrannt" wird. Verbraucht ein Tumor beispielsweise
weniger Glukose als vor Beginn der Chemotherapie, ist das ein Zeichen für
einen Therapieerfolg.
Bedeutung: Die PET hat vor allem bei der Diagnostik von Karzinomen der
Bauchspeicheldrüse und des Darmes, von Lebermetastasen und Lymphknotenkrebs
eine hohe diagnostische Aussagekraft. Darüber hinaus wird sie unter
anderem eingesetzt zur Identifikation epileptischer Herde und zur Vitalitätsbestimmung
nach Herzinfarkten und Herztransplantationen.
Derzeit kommt die PET meist nur in Forschungsprojekten in Universitätskliniken
zum Einsatz. Die Einrichtung von spezialisierten Zentren nimmt jedoch ständig
zu. Insgesamt wird erwartet, dass die Bedeutung dieses diagnostischen Verfahrens
künftig noch erheblich steigen wird.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: cgd - 01.10.2004 |
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