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Brustkrebs, Mamma-Karzinom

Die Fakten...

... und die Daten

PET warum?

Die Treffsicherheit von PET beim Ganzkörperstaging ist mit 90% der Treffsicherheit der konventionellen Untersuchungen (75%) überlegen ( Schirrmeister, et al., Vranjesevic , et al.).

Gemäß unauffälliger konventioneller Nachsorge sind von hoch-Risiko-Patientinnen nur 59% der Patientinnen wirklich gesund. Wird hingegen PET durchgeführt, so stimmt die Behauptung von PET für Tumorfreiheit im gleichen Beobachtungszeitraum bei 85% der Patientinnen ( Vranjesevic , et al.).

Etwa ein Drittel der Patienten mit Lokalrezidiv haben unvermutete mediastinale Lymphknotenmetastasen, die nur durch FDG-PET auffallen, nicht jedoch durch CT ( Eubank , et al.).

Im Vergleich mit der Knochenszintigraphie ist die PET ähnlich sensitiv bei signifikant besserer Spezifität (also seltener falscher Alarm; Ohta et al.).

Bei Tamoxifen-Therapie Östrogen-positiver fortgeschrittener Tumore ist der deutliche Anstieg des FDG-Stoffwechsells im Tumor 7-10 Tage nach Therapiebeginn ein Maß für das Ansprechen der Therapie ( Mortimer JE , et al.).

Die genaueste und empfindlichste Methode zur Bestimmung von Knochenmetastasen ist jedoch nicht Knochenszintigraphie oder FDG-PET, sondern NaF-PET ( Schirrmeister , et al.).

Patienten mit regelrechtem PET-Kontrollbefund haben ein signifikant längeres tumorfreies Überleben als Patienten, die ohne PET kontrolliert werden ( Vranjesevic , et al.).

Einschränkungen:

Tumoren vom lobulären Typ können der Darstellung in der PET entgehen ( Bos, et al.).

Bei der Untersuchung von unklaren Brusttumoren kann die PET hilfreich sein (z.B. bei dichten Brüsten oder Prothesen oder Implantaten), ein sicherer Ausschluß von Malignität ist bei unauffälligem PET jedoch nicht möglich: Eine mögliche geplante Biopsie wird nicht ersetzt.

PET erlaubt die Beurteilung aller Lymphknoten (auch die hinter dem Brustbein), bei den axillären LK ist jedoch die chirurgisch/histologische Untersuchung präziser als PET. Wenn der Primärtumor kleiner als 2 cm ist, ist die Empfindlichkeit von PET, Lymphknotenmetastasen zu entdecken reduziert.


PET wann?
  1. Wenn Fernmetastasen gesucht werden
  2. Wenn ein Rezidiv vermutet wird (z.B. bei Tumormarkeranstieg)
  3. Wenn eine konventionelle Untersuchung ein unklares oder unglaubwürdiges Ergebnis liefert
  4. als Therapiekontrolle nach abgeschlossener Therapie bei der Frage nach weiterer Behandlung
  5. Wenn alle Lymphknotenstationen untersucht werden sollen (Anm.: eine Axelhöhlen-OP wird nicht eingespart)
  6. Wenn eine nicht-biopsie-pflichtige Stelle in der Brust weiter untersucht werden soll. 

1a Established clinical use erwiesener klinischer Nutzen
1b Clinical use probable Klinischer Nutzen wahrscheinlich Lymphknoten-Staging (kein Wert bei kleinen Tumoren)
2 Useful in individual cases nützlich in Einzelfällen Unterscheidung benigne gegen maligne Läsion
Fernmetastasen-Suche
3 Not yet assessable owing to missing or incomplete data Nutzen noch nicht beurteilbar Monitoring unter laufender Chemotherapie
Rezidiv-Diagnose
Prognose

Diagnosefindung
Staging
Therapiekontrolle, Restaging

Für Patientinnen mit Fernmetastasen (Genehmigt 28.02.02, tritt im Oktober in Kraft)
Für Patientinnen mit Lokalrezidiv oder Metastasen und zur Kontrolle des Ansprechens auf Therapie (Genehmigt 28.02.02, tritt im Oktober in Kraft)

Holger Schirrmeister, Thorsten Kühn, Albrecht Guhlmann, Claudia Santjohanser, Thomas Hörster, Karin Nüssle, Karin Koretz, Gerhard Glatting, Andrea Rieber, Rolf Kreienberg, Andreas C Buck, Sven N Reske. Fluorine-18 2-deoxy-2-fluoro-D-glucose PET in the preoperative staging of breast cancer: comparison with the standard staging procedures. Eur J Nucl Med 2001 Mar;28(3):351-8

Duska Vranjesevic , MD, Jean Emmanuel Filmont, MD, Joubin Meta, MS, Daniel H. Silverman, MD, PhD, Michael E. Phelps, PhD, Jyotsna Rao, MD, Peter E. Valk, MD and Johannes Czernin, MD. Whole-Body 18F-FDG PET and Conventional Imaging for Predicting Outcome in Previously Treated Breast Cancer Patients. Journal of Nuclear Medicine 2002;Vol. 43 No. 3:325-329

Reinhard Bos, Jacobus J.M. van der Hoeven, Elsken van der Wall, Petra van der Groep, Paul J. van Diest, Emile F.I. Comans, Urvi Joshi, Gregg L. Semenza, Otto S. Hoekstra, Adriaan A. Lammertsma, and Carla F.M. Molthoff. Biologic Correlates of 18Fluorodeoxyglucose Uptake in Human Breast Cancer Measured by Positron Emission Tomography . J Clin Oncol 2002;20:379-387.

Eubank WB, Mankoff DA, Takasugi J, Vesselle H, Eary JF, Shanley TJ, Gralow JR, Charlop A, Ellis GK, Lindsley KL, Austin-Seymour MM, Funkhouser CP, Livingston RB. 18fluorodeoxyglucose positron emission tomography to detect mediastinal or internal mammary metastases in breast cancer. J Clin Oncol 2001 Aug 1;19(15):3516-23

Ohta M , Tokuda Y, Suzuki Y, Kubota M, Makuuchi H, Tajima T, Nasu S, Suzuki Y, Yasuda S, Shohtsu A.Whole body PET for the evaluation of bony metastases in patients with breast cancer: comparison with 99Tcm-MDP bone scintigraphy. Nucl Med Commun 2001 Aug;22(8):875-9

Mortimer JE, Dehdashti F, Siegel BA, Trinkaus K, Katzenellenbogen JA, Welch MJ. Metabolic flare: indicator of hormone responsiveness in advanced breast cancer. J Clin Oncol 2001 Jun 1;19(11):2797-803

Schirrmeister H, Guhlmann A, Kotzerke J, Santjohanser C, Kuhn T, Kreienberg R, Messer P, Nussle K, Elsner K, Glatting G, Trager H, Neumaier B, Diederichs C, Reske SN. Early detection and accurate description of extent of metastatic bone disease in breast cancer with fluoride ion and positron emission tomography. J Clin Oncol 1999 Aug;17(8):2381-9

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